Zauberflöte

Die bekannte Geschichte der "Zauberflöte" für Kinder erzählt von Martin Müller mit Musik von W. A. Mozart.

 

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Prinz Tamino begibt sich auf die Suche nach der schönen Prinzessin Pamina, in deren Bild er sich verliebt hat. Er gelangt mit Hilfe des Vogelfängers Papageno an den Hof des Sarastro. Bevor Prinz und Prinzessin ein Paar werden müssen sie drei Prüfungen bestehen.

 

Erzählweise mit Tradition

Die Geschichte wird im Rahmen des historischen Papiertheaters erzählt. Das junge Publikum kann im „Fernsehen des Biedermeier" eine lebendige, intime Erzählweise erleben, bei welcher der Schwerpunkt besonders auf der Sprach- und Musikgestaltung liegt. Die Begegnung der Kinder mit großer Weltliteratur wird zu einem sinnlichen Erlebnis und ästhetischen Genuss. Papier transportiert nicht nur wertvolle Inhalte, es entfaltet durch Gestaltung eigenes Leben.

 

Bilder zum Stück

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Technische Daten

MÖP Papiertheater
Altersempfehlung: ab 5 Jahren
Dauer: 60 Minuten
Spielweise: Papiertheater
Spiel und Sprecher: Martin Müller
Blockflötenmusik live: Katharina Mayer
Ausstattung, Ton und Inszenierung: Katharina Mayer
Nach der Orginalmusik von W A. Mozart
MÖP Produktion 2006

 

Plakat, Ausmalbilder und Aktionheft

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Trailer zur Zauberflöte

 

Stimmen zum Stück

Artikel von Manaon Bauer (20.12.2018)

In dieser Form sieht man die bekannte und vielgespielte Oper von W.A. Mozart in heutiger Zeit nicht sehr oft: in einem kleinen Fenster – durchaus an einen Fernseher erinnernd – hinter dem eine Welt aus Papier zum Leben erweckt wird. Das Papiertheater, bei dem sich die technische Vielfalt einer Menschenbühne in modellmäßiger Form nachahmen lässt, hatte vor etwa 200 Jahren zur Biedermeierzeit ihre Hochblüte und war fester Teil der Bildungskultur, so ist es als Möglichkeit der Wissensaneignung auch heute noch Ideal für Kinder ab 5 Jahren wie auch für Erwachsene, für den Einstieg in Weltliteratur. Fast alles ist aus Pappe hergestellt, Bühne, Vorhang und Figuren, daher liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Sprach- und Musikgestaltung, was für das Künstlerduo Mayer-Müller bravourös zu meistern ist. Natürlich ist das sonst fast dreistündige Werk effektiv gekürzt auf etwa 60 Minuten, mit einer Pause dazwischen. Martin Müller hat stimmlich eine große Bandbreite abzudecken, muss er doch sehr unterschiedliche Figuren vom Prinzen Tamino über die zarte Pamina bis hin zum satten Bass des Sarastro allen Figuren eine Stimme geben, das Schlangenungeheuer böse lachen lassen oder sogar die Eingangsarie des Papageno singen (die berühmtberüchtigte Koloratursopran-Arie der Königin der Nacht wird dann dankenswerterweise doch der Piccolo-Flöte überlassen…).

Das Stück ist voller Symbolik, märchenhafter Elemente und auch moralischer Fingerzeige, wobei man hier eine gewisse Adaptation für das heutige junge Publikum feststellen kann. Das Stück ist leicht zugänglich und doch sehr vielschichtig, so sind viele Figuren nicht so eindeutig schwarz-weiß/gut-böse zuordenbar, wie auf den ersten Blick scheinen mag, da sie auch Veränderungen durchmachen, sich Prüfungen stellen müssen, ihre Sichtweisen ändern, es wird auch ein bisschen gelogen und geflunkert. Der Witz, der nicht nur in den Figuren des Papageno und der Papagena steckt, wird in dieser Papiertheater-Inszenierung gelungen hervorgekehrt und die Moralpredigttrommel nicht zu heftig gerührt. Hingegen wird vom Publikum doch eine gewisse, vielleicht ungewohnte Konzentration abverlangt, etwa bei den schön gestalteten musikalischen Zwischenspielen, die die Kinder häufig unruhig werden lassen.

Katharina Mayer-Müller begleitet das Stück mit Musik und Geräuschkulisse, durch den Einsatz von Donnerblech, Nebelmaschine, Lichteffekten, Glockenspiel, Triangel und vier verschieden Blockflöten (Piccolo, Sopran, Alt und Tenor), sowie eine aufgenommene Klavierbegleitung.

Minimalismus mit großem Aufwand und einem wunderschönen Resultat.

Nachher dürfen die Besucher einen Blick hinter die Kulisse machen, um zu sehen, wie es in so einem analogen Fernseher aussieht und zu erfahren, dass Faksimile von Origininal-Bühnenbilderbögen aus dem 19. Jahrhundert verwendet werden.